e-SUV massgeschneidert für die Familie

Die zweite Generation des SUV Grandland ist um 17 cm gewachsen und bietet mit 4,65 m Länge mehr Platz und mehr Komfort als das Vorgängermodell. Sein Design zeichnet sich durch zackige Kanten in der Karosserie aus und verleiht ihm einen schärferen Look, das wird bei ehemaligen Manta-Fahrern für Mitleid oder Entrüstung sorgen, je nachdem wie aufregend ihr Junggesellen-Abschied verlaufen ist.
Dazu kommen noch Felgen von 19 oder 20 Zoll, dieser Grandland macht optisch einen eleganten wie auch kräftigen Eindruck. Ein Familien-SUV mit modernem e-Antrieb, mit Sinn für Komfort, entspanntes Fahren und gute Laune bei der Ankunft nach längerer Fahrt.

Der Innenraum wirkt aufgeräumt, ist übersichtlich angeordnet, es gibt einen zentralen Bildschirm aber auch genug Bedienungsknöpfe für Heizung, Belüftung und Klimaanlage sowie Digitalanzeigen hinter dem Lenkrad und Head-up-Display im Blickfeld des Fahrers. Ausreichend Ablagen kennzeichnen den Innenraum, zur Erinnerung seien die hervorragenden Sitze erwähnt (Aktion Gesunder Rücken) mit denen Opel der ganzen Familie eine beschwerdefreie Fahrt ermöglicht.
Unser Testfahrzeug hatte den 157 kW/213 PS starken Elektromotor, der von einer 73 kWh Batterie versorgt wird und die Vorderräder antreibt. Über den Normverbrauch kann man streiten, bei e-Autos geht die Schere zwischen vernünftiger und angriffslustiger Fahrweise bekanntlich weit auseinander. Angegeben werden Werte zwischen 17 und 18 kWh auf 100 Kilometer, dazu bedarf es allerdings hoher Disziplin und Zurückhaltung beim Fahren, flacher Strecken, wenig Gegenwind, keine Steigungen und Autobahntempo, für das man von jedem LKW mit unüberhörbarem Hupkonzert unsanft aus allen Träumen gerissen wird.

Zwischen 16 und 20 kWh/100 km
Sagen wir es mal so: im Opa-Modus kamen wird auf flacher Strecke und bei Tempo nicht über 90 km/h auf einen Verbrauch von 16,4 kWh/100 km, das ist extrem günstig und lässt die 520 km angegebene Reichweite als realistisch erscheinen. Doch der Grandland, immerhin ein souveränes und ausgewachsenes SUV, das kaum für den Stadtverkehr gedacht ist, kann auch anders. Und so wurden 200 km durch die belgischen Ardennen und die vielen Steigungen zu einem angenehmen Erlebnis von beachtlichem Durchzugsvermögen und dynamischem Antrieb, dies trotz 2,1 Tonnen Gewicht. Kein Sportler, aber ein e-Familien-SUV mit Leistungsanspruch in vernünftigem Masse.

170 k/h lautet die Spitze. Wer dann eben öfters zum Laden muss, sei beruhigt, denn mit 160 kW Ladeleistung geht das ziemlich schnell an der entsprechenden Säule. Nach unserer etwas forscheren Gangart standen 19,4 kWh/100 km Verbrauch im Display, auch damit kann und wird man leben, denn der Grandland-e bietet dafür erlesenen Fahrkomfort und unkompliziertes Handling, zumal Opel auch bei Aufhängung und Federungskomfort wieder einmal hervorragend gearbeitet hat.
Dieses Fazit hatte schon Ende 2024 nach Testfahrten rund um Frankfurt zu Buche gestanden, es war beruhigend, diesen Eindruck nach langer Zeit bestätigt zu sehen. Und so kann Opel als europäischer, oder vielmehr als deutscher Autobauer mit hohem Qualitätsbewusstsein der Konkurrenz aus China mit Zuversicht und Selbstbewusstsein entgegentreten. Die Batterie des Grandland beispielsweise wird in Zwickau montiert – aus Zellen, die teilweise in Frankreich produziert werden. Bei Autos kommen sich Deutsche und Franzosen immer näher, vor allem im Stau als solidarische Leidensgenossen.

